Engel der Schatten

erotische Novelle in der Anthologie: "Engel der Schatten"


Verlag Plaisir d'Amour

ISBN: 3938281200

Taschenbuch kaufen

eBook "Engel der Schatten" kaufen

 

Inhalt

 

Als Cecile den attraktiven Nicholas kennen lernt, ist nichts mehr so, wie es einmal war! Entgegen ihrer Prinzipien lässt sie sich von ihm verführen, verbringt sinnliche Stunden mit ihm und gerät vollkommen in den Bann dieses mysteriösen Mannes. Sie ahnt nicht, dass Nicholas ein Bewohner des Schattenreiches ist, ein gefallener Engel, der es auf ihre Seele abgesehen hat und der nur eins im Sinn hat: Sie ins Schattenreich zu locken und ihre Seele ins Verderben zu stürzen…

 

"Engel der Schatten" ist ebenfalls

... als Hörbuch erschienen

Hörbuch kaufen

 

 

 

 

Leseprobe

 

Szene1:

Unzählige graue Wolken durchzogen den dunklen Nachthimmel. Sie gaben ihm etwas Unwirkliches, Mystisches und auch ein wenig Unheimliches. Sie krochen so dicht und drohend über das finstere Himmelszelt, dass kein einziger Stern die Möglichkeit hatte, bis zur Erde hindurchzuschimmern - hinter der dichten grauen Decke verschwand sogar der volle runde Mond komplett.

Die feucht-schwüle Nachtluft ließ erahnen, dass ein gewaltiges Gewitter im Anmarsch war. Die ersten dicken Tropfen waren gefallen, hielten sich dann aber doch zurück, ganz so, als würden sie auf einen besonderen Moment warten. Heftige Windböen tauchten immer wieder wie aus dem Nichts auf, nur um dann ebenso urplötzlich zu verschwinden, wie sie gekommen waren. Sie rundeten die "Weltuntergangsstimmung" bedrohlich - aber auch irgendwie malerisch - ab. Die Luft schien wie elektrisiert, und es herrschte eine eigentümliche Atmosphäre, die fast jeden besorgt zum dunklen Himmel blicken ließ.

Nicholas Blick glitt über die grauen Nebelschwaden, die wie eine Unheil verkündende Masse zwischen den Bäumen und Häusern hingen. Sie vermittelten eine bedrückende Atmosphäre. Es war, als senkte sich der Himmel. Er atmete tief aus, seine Muskeln spannten sich. Das letzte Mal, als er hier auf der Erde mit den vielfältigen Verlockungen war, lag schon Wochen zurück.

Nicholas liebte die Versuchung, die Verführung, die Herausforderung, den Kitzel des Neuen - die Jagd. Ein paar Wochen lang hatte er sich damit zufrieden gegeben, sein Spiel vom Schattenreich aus zu treiben, einer anderen Dimension, die es ihm nicht ermöglichte, zum Licht … zur Erlösung … zum Paradies aufzusteigen. Er war ein gefallener Engel, dem der Zugang zum Licht für immer verwehrt bleiben sollte. Es sei denn, er würde der wahren, aufrichtigen Liebe begegnen und diese mit derselben Inbrunst erwidern wie sein Gegenüber. Nicholas verzog bei dem Gedanken daran zynisch seine Mundwinkel. Dazu würde es nie und nimmer kommen, denn er war zu keinen selbstlosen Gefühlen fähig. Er brachte das Verderben, das Böse, die Dunkelheit und das Grauen. Außerdem hatte er nicht viel für Gefühlsduseleien übrig. Und nichts anderes war diese ach so geheiligte und von allen herbeigesehnte Liebe für ihn nun einmal.

"Liebe" - Nicholas spie das Wort förmlich aus. "Ich pfeife auf die Liebe. Mich dürstet es nach Lust, Gier, erhitzter Haut und weichen Schenkeln. Und ich vergehe vor Lust, wenn ich sehe, wie sehr die reizenden Ladys leiden, nachdem ich sie zu sündigen Torheiten verführt habe." Er lachte rau auf.

Eine schwüle Brise zerzauste sein langes dunkles Haar, strich über seine erhitzte Haut und ließ sein Hemd flattern. Grimmig lächelnd blickte er zum dunklen Nachthimmel empor. Sein Blick folgte dem Lauf der Wolken. Sie sind Wanderer, wie ich es bin. Sie wandern zwischen den Welten, dorthin, wo sie ohne Sehnsüchte und Schmerzen zu Hause sind. Doch, wo bin ich zu Hause? Er blieb sich die Antwort schuldig, doch er wusste wenigstens, was er brauchte. Jetzt … sofort! Er brauchte eine Herausforderung - eine unschuldige Seele, die er ins Dunkel locken konnte

 

Szene 2:

 

Cecile fühlte ein erwartungsvolles Kribbeln in sich aufsteigen und schloss die Augen.

Sie sehnte sich nach seiner Berührung, wollte ihn spüren - überall. Nicholas stütze seine Hände rechts und links von ihr an der Wand ab, berührte sie dabei allerdings immer noch nicht. Als er den Kopf neigte, und sie seinen Atem unterhalb ihres rechten Ohres spürte, stöhnte sie auf.

Er pustete sanft, dann führ er mit den Lippen verführerisch über ihren Nacken und bedeckte ihn mit kleinen, heißen Küssen. Cecile erschauerte lustvoll, senkte den Kopf und bot ihm auf diese Weise ihren Nacken dar. Er strich behutsam ihr Haar beiseite und bedeckte die empfindsame Haut ihres Nackens mit unzähligen hauchzarten Küssen. Gleichzeitig schob er seine Arme nach vorn um ihren Körper und begann die kleinen Knöpfe ihres vorn durchgeknöpften Kleides zu öffnen.

Seine Lippen wanderten ihre Wirbelsäule hinab, während seine Hände das Kleid nun komplett nach unten schoben, so dass es zu Boden fiel.

Cecile genoss die Süße seiner Lippen. Süß wie Schokolade und heiß wie Feuer. Ihr war, als zuckte ein Stromschlag nach dem anderen durch ihre Glieder. Das Blut schoss heiß durch ihre Adern, brachte sie zum Kochen, während seine Lippen tiefer und tiefer wanderten.

Nicholas griff in ihr Haar, zog ihren Kopf zurück und flüsterte ganz nah an ihrem Ohr: "Ich spüre deine Gier, deine Geilheit und dein Verlangen. Ich kann förmlich riechen, wie die Säfte deines Körpers zu fließen beginnen." Seine Zunge hinterließ eine feuchte Spur auf ihrem Nacken und sein kühler Atem, den er über diese Spur schickte, bescherte ihr eine Gänsehaut, die sie erbeben ließ.

Er zauberte ein Seidentuch hervor und verband ihrdie Augen . Ceciles Atem beschleunigte sich. "Was hast du vor?" "Lass dich überraschen, süße Lady. Ich führe dich in Sphären, von denen du bisher nichts geahnt hast. Ich hoffe, du vertraust mir?"

 

 

Szene 3

 

Ungeduldig schob sie ihm ihren Oberkörper entgegen.

Als Nicholas einen Moment in seinen Berührungen inne hielt, wand sie sich verlangend.

"Bitte nicht aufhören. Bitte!" Ihre Hand griff zur Augenbinde, doch Nicholas fing sie ab und umschloss ihr Handgelenk.

"Ich bestimme, wann du sie abnehmen darfst."

"Dann berühre mich."

Sie brauchte ihn nicht zweimal zu bitten. Er ließ seine Finger ihren Hals hinabwandern, strich über ihre Brust hinab zur Taille und wieder zurück, streichelnd, erkundend.

"Weißt du, dass du Zauberhände hast?"

"Nicht nur Zauberhände." Er lachte rau und musterte sie mit eigentümlich funkelnden Augen. Nicht mehr lange, und ich habe dich da, wo ich dich haben will. Grinsend beugte er sich vor, umschloss mit seinen Lippen ihr Ohr und hauchte immer wieder leicht hinein. Diese Geste brachte Cecile endgültig aus der Fassung, denn sie hatte etwas Animalisches, Forderndes, Sinnliches. Etwas, was sämtliche Dämme in ihr brach. Ihre Knie begannen zu zittern, und sie musste sich an Nicholas festhalten, um nicht den Halt zu verlieren.

Sanft, aber dennoch fordernd schob er sie zu einem Tisch, der in der Nähe stand. Er hob sie hoch, und schon spürte sie die kühle glatte Oberfläche der Tischplatte unter sich - eine köstliche Mischung - die Hitze ihres Körpers und die Kühle ihrer Sitzunterlage.

Nackt saß sie vor ihm, die Beine leicht gespreizt, die Wangen gerötet und die Augen verbunden. Cecile hatte das Gefühl mit ihm zu verschmelzen, als er erneut seine Lippen auf die ihren presste. Seine Lippen waren voll und weich und bedeckten ihren ganzen Mund, während er seine Zunge zwischen ihre Lippen schob und mit ihrer Zunge zu spielen begann. Sie schmolz dahin und gab einen unwilligen Laut von sich, als er den Kuss beendete.

Er stand da, die Hände auf ihre Oberschenkel gestützt, und schaute sie einfach nur an. Cecile wand sich vor Lust. "Was tust du?"

"Ich schau dich an."

"Ich …", sie brach ab.

"Ja?"

"Ich … es macht mich unsicher, wenn ich nicht sehen kann, wie du mich anschaust und wo genau du hinschaust."

"So, so."

"Bitte, küss mich."

"Alles zu seiner Zeit."

Cecile rutschte nervös hin und her.

"Bleib still sitzen. Ich will mir dieses Bild einprägen. Für immer."

Cecile versuchte still zu halten. Sie konnte ihren eigenen Atem hören, so still war es. Als er sie nach - wie ihr schien - endlos langer Zeit endlich auf Kinn und Hals küsste, seufzte sie wie befreit auf. Wellen der Lust rannten über ihren Körper und sammelten sich in ihrem Schoß, der bereitwillig das Knie entgegennahm, welches Nicholas sinnlich zwischen ihre Schenkel schob.